
Kennzeichnung
Lagerkennzeichnung: Regale, Laufwege und Gefahrenstellen markieren
Gute Kennzeichnung spart Suchzeit, verhindert Missverständnisse und macht ein kleines Lager auch für neue Mitarbeitende verständlich.
Kennzeichnung wirkt oft wie ein Detail. Tatsächlich ist sie eine der günstigsten Möglichkeiten, ein Lager schneller und stabiler zu machen.
Expertentipp: Beschrifte nicht für die Person, die das Lager aufgebaut hat, sondern für die Person, die heute zum ersten Mal dort arbeitet.
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Regale
Kurze Codes helfen: Gang, Regal, Fach oder Ebene.
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Wege
Bodenmarkierungen zeigen, was frei bleiben muss.
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Sonderbereiche
Retouren, defekte Ware und Prüfplätze klar trennen.
Was gekennzeichnet werden sollte
Regale, Lagerplätze, Laufwege, Sperrflächen, Retourenbereiche und Gefahrenstellen brauchen unterschiedliche Kennzeichnung. Wichtig ist ein System, das im Alltag durchgehalten wird.
Einfache Systeme funktionieren besser
- Regale eindeutig benennen
- Lagerplätze logisch aufbauen
- Sperrflächen markieren
- Retourenbereich separat kennzeichnen
- Beschriftung regelmäßig prüfen
Kennzeichnung muss Entscheidungen erleichtern
Eine gute Lagerkennzeichnung ist keine Dekoration. Sie beantwortet im Alltag konkrete Fragen: Wo gehört ein Artikel hin? Welche Fläche muss frei bleiben? Was ist geprüft, ungeprüft oder gesperrt? Wenn Beschriftung diese Fragen nicht beantwortet, wird sie übersehen oder nach kurzer Zeit ignoriert.
Der größte Fehler ist ein zu kompliziertes System. Kleine Betriebe brauchen keine Kennzeichnung, die nur mit langer Legende funktioniert. Besser ist ein einfacher Aufbau aus Bereich, Regal, Ebene und Fach. Wichtig ist, dass neue Mitarbeitende den Code nach wenigen Minuten verstehen und bestehende Mitarbeitende ihn konsequent nutzen.
Kennzeichnung sollte außerdem dort beginnen, wo Suchzeit entsteht. Es bringt wenig, jeden Bereich gleichzeitig zu beschriften, wenn der Hauptverlust am Packplatz, im Retourenbereich oder bei Verbrauchsmaterial liegt. Starte mit einem Engpass, verbessere ihn sichtbar und übertrage das System danach auf weitere Bereiche.
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Regalcodes
Kurze Codes wie A-02-03 sind oft ausreichend, wenn sie logisch aufgebaut und sichtbar angebracht sind.
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Bodenflächen
Markierungen sind besonders hilfreich, wenn Flächen frei bleiben müssen oder temporäre Ware sonst Wege blockiert.
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Statuskennzeichnung
Retouren, defekte Ware und Prüfware brauchen eine andere Kennzeichnung als normale Lagerplätze.
Typische Fehler aus der Praxis
- Zu viele Farben einsetzen, sodass niemand mehr weiß, was wichtig ist.
- Regale beschriften, aber Artikelgruppen weiterhin nach Gefühl ablegen.
- Beschriftungen anbringen, die aus Arbeitsposition nicht lesbar sind.
- Sonderflächen wie Retouren oder Sperrware nicht eindeutig trennen.
- Das System nie überprüfen, obwohl sich Sortiment und Abläufe verändern.
Worauf du vor einer Anschaffung achten solltest
Für spätere Produktempfehlungen ist dieser Punkt wichtig: Ein Produkt sollte nicht nur thematisch passen, sondern ein konkretes Problem im Ablauf lösen. Notiere deshalb vor dem Kauf, welche Aufgabe verbessert werden soll, wer das Produkt nutzt, wie oft es eingesetzt wird und woran du nach zwei Wochen erkennst, ob die Entscheidung richtig war.
Gerade bei kleinen Lagern lohnt sich eine nüchterne Reihenfolge: erst Engpass verstehen, dann Mindestanforderungen festlegen, dann Produkte vergleichen. So entstehen Empfehlungen, die nicht wie eine beliebige Einkaufsliste wirken, sondern echten Nutzen für Betriebe haben.
Hilfreich ist außerdem ein kurzer Vorher-nachher-Vergleich: Wie lange dauert die Aufgabe heute, wie viele Personen sind beteiligt und an welcher Stelle entstehen Rückfragen? Wenn diese Punkte vor der Anschaffung dokumentiert werden, lässt sich später ehrlich bewerten, ob ein Regal, ein Transportmittel, eine Kennzeichnung oder ein Sicherheitsprodukt wirklich etwas verbessert hat.
Nächster Schritt
Wähle den Bereich mit den meisten Suchzeiten und führe dort zuerst eine klare Kennzeichnung ein.